1945 - 1949

WVZ Beye/Baumeister 1057

Willi Baumeister entwickelte zielstrebig eine ganz persönliche, eindrucksvolle Bildsprache, die in der deutschen Kunst unmittelbar nach 1945 einzigartig war. Entsprechend hoch war die Anerkennung, die er in der Nachkriegszeit, insbesondere in den 1950er Jahren im In- und Ausland erhielt. Zum einen findet man nun Verbindungen aus der Vielfalt seiner gegenständlichen Schaffensphasen.

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Die Stunde Null war für Baumeister - wie für viele andere Künstler auch - der ersehnte Neubeginn. Zwar hatte seine Produktivität während der Jahre zwischen 1933 und 1945 keine wirkliche Zäsur erlitten, doch nun konnte das Kunstschaffen wieder in der Öffentlichkeit stattfinden. Auch wenn das Stuttgarter Atelier zerstört und geplündert war, die Wohnung nur mit Mühen wieder hergestellt werden konnte: schon im Oktober 1945 stellte Baumeister mit anderen Kollegen in Überlingen erstmals wieder in Deutschland aus.