1928 - 1933

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Ich ging zu Baumeister, weil er modern lehrte und weil er im Gegensatz zu Beckmann und Delavilla abstrakt arbeitete. Seine Klasse war groß (zwei Zimmer) und Wichert war streng in der Aufnahme. Ich legte ihm Proben von einem Semester Vorklasse in Offenbach vor, worauf er mich annahm (Herbst 1929 bis Anfang 1933).

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Herzlich gratuliere ich Ihnen zu Frankfurt. Es ist mir persönlich sogar eine besondere Genugtuung, da ich Sie für andere Stellen intensiv propagierte, aber niemals durchdrang ... Sehr bedaure ich, daß wir Sie in Stuttgart verlieren. Auch ist das Unterrichten nicht eitel Seligkeit.

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Am 1.4.1928 folgte Willi Baumeister dem Ruf an die Städtische Kunstgewerbeschule (Städelschule) in Frankfurt/Main. Zunächst wurde er als Lehrbeauftragter für das Fachgebiet Gebrauchsgrafik, Typografie und Stoffdruck angestellt. Sicherlich hätte er auch gerne die Malerei-Klasse übernommen. Diese wurde jedoch von Max Beckmann geleitet. Im November wurde ihm die Dienstbezeichnung Professor zuerkannt. Im selben Monat - mit der Ankunft seiner Ehefrau Margarete in Frankfurt - begann Baumeister mit regelmäßigen Tagebucheinträgen, die er bis zu seinem Tode fortführte.