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Ein buntes Gemälde von Willi Baumeister mit dem Titel Negun

Aus­stel­lung im Schloss Ach­berg

Aus­stel­lung

Karl Hofer

Zwi­schen Schön­heit und Wahr­heit

11. April 2026 bis 18. Okto­ber 2026


Schloss Ach­berg prä­sen­tiert in einer umfas­sen­den Aus­stel­lung das Werk von Karl Hofer (1878–1955), einem der bedeu­tends­ten und zugleich eigen­stän­digs­ten Künst­ler der klas­si­schen Moder­ne in Deutsch­land. Über 60 zen­tra­le Gemäl­de, vor­an aus der Samm­lung Art­house, zeich­nen ein ein­dring­li­ches Por­trät eines Künst­lers, des­sen Schaf­fen drän­gen­de Fra­gen nach Huma­ni­tät und Exis­tenz auf­wirft.

Ein buntes Gemälde von Willi Baumeister mit dem Titel Negun
Negun, 1952
(Inv.-Nr. BB-1804)

Das mensch­li­che Dasein bil­det den Kern von Hofers OEu­vre. Sei­ne Figu­ren in Moti­ven wie anmu­ti­gen Mäd­chen­bild­nis­sen, Baden­den oder Tisch­ge­sell­schaf­ten sind Trä­ger exis­ten­zi­el­ler, oft melan­cho­li­scher Emp­fin­dun­gen. Dabei ver­ar­bei­te­te er sub­til die Schre­cken der Welt­krie­ge und schuf eine Span­nung zwi­schen zeit­lo­ser Schön­heit und visio­nä­ren Warn­bil­dern. Als gro­ßer Ein­zel­gän­ger ent­wi­ckel­te er mit klar kon­tu­rier­ten Lini­en und tro­cke­ner Far­big­keit eine unver­wech­sel­ba­re Bild­spra­che.
Von den Natio­nal­so­zia­lis­ten als „ent­ar­tet“ dif­fa­miert, präg­te Hofer nach 1945 als Direk­tor der Hoch­schu­le für bil­den­de Küns­te in Ber­lin maß­geb­lich die west­deut­sche Kunst­de­bat­te und ver­tei­dig­te die figu­ra­ti­ve Male­rei gegen die wach­sen­de Domi­nanz der Abs­trak­ti­on.
Die Schau kon­tex­tua­li­siert sein Werk durch Gemäl­de von Künst­lern der Hal­le­schen Schu­le sowie von Wil­li Bau­meis­ter und beleuch­tet so die Rezep­ti­on sei­nes Schaf­fens in Ost- und West­deutsch­land.
Die von Micha­el C. Mau­rer und Marie-The­res Pech­er kura­tier­te Aus­stel­lung ist eine Koope­ra­ti­on von Schloss Ach­berg mit der Samm­lung Art­house, dem Kunst­mu­se­um Moritz­burg Hal­le (Saa­le), der Städ­ti­schen Gale­rie Bie­tig­heim-Bis­sin­gen und der Kunst­hal­le Ros­tock. Ein umfang­rei­cher Kata­log ist im E.A. See­mann Ver­lag erschie­nen.

schloss-achberg.de