
Margarete Oehm –
Das Leben und das künstlerische Werk der Künstlerin erstmals kritisch aufgearbeitet.
MeldungAm 4. Juli 1921 fragt ein Freund aus Rotterdam die Stuttgarter Künstlerin Margarete Oehm in einem Brief: „Sag mal, was macht eigentlich deine Malkunst?“ Bis heute begegnet man ihrer Kunst selten, sie ist nahezu unbekannt. Bekannter ist Margarete als Margrit Baumeister, als die Frau des Künstlers Willi Baumeister (1889–1955). Dabei stellt sie 1924 gemeinsam mit Baumeister in der Zweiten Stuttgarter Sezession aus. Sie ist dort mit der Arbeit „Badende“ vertreten. Die Sezessionsausstellung und eine weitere 1925 im Kunstkabinett am Friedrichsplatz in Stuttgart sind jedoch die einzigen öffentlichen Auftritte von Margarete. 1987 sind posthum Werke in einer Überblicksausstellung zu den Stuttgarter Sezessionen zu sehen. Bei diesen drei Ausstellungen werden jeweils eine oder zwei ihrer Arbeiten gezeigt. Mit der Ausstellung „Die Klasse der Damen – Künstlerinnen erobern sich die Moderne“ wird erstmals Margaretes Werk in einem exemplarischen Überblick präsentiert. Anhand von 22 Werken und zwei Skizzenbüchern kann ein Eindruck ihrer künstlerischen Entwicklung und ihrer illustratorischen, durchaus amüsanten Formensprache gewonnen werden. Ihr kleines, aber feines künstlerische Œuvre entsteht zwischen 1916 und 1926 und umfasst nahezu 280 Werke, hauptsächlich Arbeiten auf Papier.
Die Werke von Margrit Baumeister respektive Margarete Oehm können heute in einem Online-Werkverzeichnis wiederentdeckt werden.
Das Online-Werkverzeichnis von Margarete Oehm (1898–1978) ist ein Open Access-Projekt. Das Leben und das künstlerische Werk der Künstlerin sind erstmals kritisch aufgearbeitet. Alle Werke, Autografen und Texte dieses Werkverzeichnisses sind unter der CC-Lizenz BY-NC-SA veröffentlicht, damit wissenschaftliches Forschen und Publizieren einfach und schnell möglich sind.


