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Lesung & Vor­trag in der Samm­lung Dom­nick

08. Mai 2026, 19.30 Uhr

Obe­r­ensin­ger Höhe 4 | 72622 Nür­tin­gen

Die Samm­lung Dom­nick läd herz­lich zur Lesung aus den Tage­bü­chern des Malers Wil­li Bau­meis­ter am Frei­tag, 8. Mai, um 19.30 Uhr ein. Dr. Rolf Groß­mann hat­te bereits am Sonn­tag, 31. August 2025 aus den Tage­bü­chern zwi­schen 1939 bis 1945 gele­sen. Jetzt folgt der zwei­te Teil: vom Kriegs­en­de bis zu sei­nem Tod 1955.

Seite aus dem Tagebuch von Willi Baumeister
Sei­ten aus dem Tage­buch von Wil­li Bau­meis­ter
(Inv.-Nr. tb3_727b-728a)

Die­se Lesung fin­det zum Geden­ken an die deut­sche Kapi­tu­la­ti­on am 8. Mai 1945, dem Ende der zwölf­jäh­ri­gen Nazi­herr­schaft und des 2. Welt­krie­ges mit sei­nen ver­hee­ren­den Zer­stö­run­gen und dem Tod von Mil­lio­nen von Men­schen, statt. Wil­li Bau­meis­ter, der Stutt­gar­ter Maler und Künst­ler schreibt an die­sem Tag in sein Tage­buch: „Sie­ges­tag der Alli­ier­ten am 8. Mai. Das Ende der größ­ten Ver­bre­cher aller Zei­ten.“

Nach einer dra­ma­ti­schen Flucht in den letz­ten Kriegs­ta­gen erleb­te Wil­li Bau­meis­ter mit sei­ner Fami­lie das Kriegs­en­de am Boden­see, in Horn auf der Höri. Dort fand er Unter­schlupf im Hau­se sei­nes Freun­des und Maler­kol­le­gen Max Acker­mann aus Stutt­gart. Neu­an­fang. Stun­de Null. Im Sep­tem­ber konn­te er end­lich wie­der nach Stutt­gart zurück in das Haus der Fami­lie in der Gerok­stra­ße, das erheb­li­chen Scha­den durch Kriegs­bom­ben erlit­ten hat­te.

Wil­li Bau­meis­ter wird trotz allen Wider­stän­den und Schwie­rig­kei­ten in der Fol­ge­zeit zum maß­gelb­li­chen Weg­be­rei­ter der abs­trak­ten Kunst in Deutsch­land und Frank­reich und dar­über hin­aus. Sein Mut, sei­ne Tat­kraft und sein her­aus­ra­gen­des Werk aus Kriegs- und Nach­kriegs­zei­ten ver­schaf­fen ihm eine expo­nier­te Stel­lung in der Kunst­welt. Schon im Früh­jahr 1946 zum Pro­fes­sor an die Aka­de­mie der bil­den­den Küns­te in Stutt­gart beru­fen, präg­te er sowohl durch sei­ne Arbei­ten als auch als begna­de­ter Lehr­meis­ter die jun­ge Künst­ler­ge­nera­ti­on. Nicht zu ver­ges­sen ist sein uner­müd­li­cher Ein­satz für die deutsch-fran­zö­si­sche Völ­ker­ver­stän­di­gung unter ande­rem durch Aus­stel­lun­gen abs­trak­ter Kunst in bei­den Län­dern schon kurz nach Kriegs­en­de, die in Zusam­men­ar­beit mit dem Ehe­paar Gre­ta und Otto­mar Dom­nick, Freun­de und Nach­barn in der Gerokst­a­ße, orga­ni­siert wur­den. Durch die­se Freund­schaft ent­stand auch die Samm­lung Dom­nick in der Wil­li Bau­meis­ter mit zahl­rei­chen Wer­ken ver­tre­ten ist.

In Aus­zü­gen aus den Tage­bü­chern von Bau­meis­ter sol­len die Jah­re 1945 bis 1955 beleuch­tet wer­den. Sie stel­len per­sön­li­che, aber auch ein­zig­ar­ti­ge­zeit­ge­schicht­li­che Doku­men­te dar, die uns einen pro­fun­den Ein­blick in die Nach­kriegs­zeit gewäh­ren.

Die Lesung wird wie­der musi­ka­lisch beglei­tet: Mathis Krau­se (Oboe) und Yuki Taka­ha­ma (Kla­vier)

Ein­tritt: 23 Euro

Um Anmel­dung – auch kurz­fris­tig – wird gebe­ten:
Besu­cher­info Samm­lung Dom­nick
Tele­fon +49(0)70 22. 5 14 14
stiftung@domnick.de

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